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ENERGIEAUSWEIS IST PFLICHT!

 

Am 1. Mai 2014 ist die aktuelle Novelle zur Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft getreten. Seit diesem Datum ist es mit wenigen Ausnahmen Pflicht, die maßgebenden Daten des bedarfs- oder verbrauchsorientierten Energieausweises bei der Publikation von Immobilieninseraten bekannt zu geben. Zudem muss dieser bei einer Besichtigung der Immobilie gut sichtbar ausgelegt oder dem Interessenten ausgehändigt werden. Diese Verpflichtung gilt sowohl für gewerbliche Anbieter (wie Hausverwaltungen oder Immobilienmakler) als auch für alle privaten Anbieter von Immobilien. Ab dem 1. Mai 2015 können beim Weglassen dieser Informationen dem Immobilien-Eigentümer erhebliche Ordnungsgelder auferlegt werden. Der Energieausweis soll Miet- und Kaufinteressenten Aufschluss über den energetischen Zustand des Gebäudes geben. Er liefert zudem zusätzlich Verbesserungsvorschläge, wie durch zusätzliche Sanierungs/- Modernisierungsmaßnahmen die Kosten für Energie des Gebäudes gesenkt werden können. Hierzu wird das Gebäude in sogenannte Energieeffizienzklassen eingeteilt, um somit dem Verbraucher schnell und übersichtlich einen Überblick über den aktuellen Energiestand des Gebäudes liefern zu können. Ausgestellt werden darf ein Energieausweis von qualifizierten Fachleuchten: Hierzu zählen u. a. Architekten, Schornsteinfeger und speziell ausgebildete Energieberater. Ein Energieausweis gilt grundsätzlich 10 Jahre lang - danach muss ein neuer Ausweis angefertigt werden!

 

2 Arten des Energieausweises

 

  • Energieverbrauchsausweis

Beim Verbrauchsausweis bilden die Verbrauchsdaten der letzten drei Jahre die maßgebliche Grundlage für die Ermittlung der Kennzahlen. Vorteil: Die Erstellung eines solchen Ausweises ist relativ unkompliziert. Nachteil: Haben die letzten Bewohner des Hauses oder der Wohnung ungewöhnlich viel oder wenig geheizt, liefert ein Verbrauchsausweis daher eher wenig aussagekräftige Daten. Der Verbrauchsausweis ist generell zulässig für Mehrfamilienhäuser mit mindestens fünf Wohneinheiten sowie sämtliche Wohnhäuser, die schon die Wärmeschutzverordnung von 1977 einhalten.

 

  • Energiebedarfsausweis

Neubauten und Gebäude mit weniger als 5 Wohneinheiten und älter als Baujahr 1977 benötigen diese Art von Ausweis.. Merke: Für die Erstellung eines Bedarfsausweises sind nicht die Heizkosten relevant, sondern die baulichen Voraussetzungen des Gebäudes. Nach einer vorherigen Besichtigung werden anhand von Baujahr und technischen Unterlagen der Energiebedarf ermittelt. Es wird somit ein theoretischer Energiebedarf eines Gebäudes errechnet. Dementsprechend aufwändiger & teuerer ist diese Variante dann auch gegenüber dem Verbrauchsausweis.

 

Stand August 2019; Irrtümer, Änderungen vorbehalten.

 

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